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Solarmodul Haus

Home Energy Management Systems (HEMS) -
Wer wird dominieren?

Dr. Bernd Kotschi, KOTSCHI CONSULTING

Wiesbaden, 05.01.2024

- Dieser Artikel wurde auf der Grundlage spezifischer Fachkenntnis ohne die Verwendung Künstlicher Intelligenz erstellt. -
Beachten Sie unsere Copyrights. Kopieren, Vervielfältigen oder Wiederverwenden ohne Angabe des Autors ist nicht gestattet!

 

 

HEM Ecosystem mit 15 Industrien - Plattform-basierte Systemlösungen dominieren

Im Markt für Home Energy Management (HEM) positionieren sich Unternehmen aus 15 Industrien. Die attraktiven Wachstumsperspektiven ziehen weitere Marktakteure mit/ohne „Home Energy Touchpoint“ an.

Die seit 2019 im Segment der Ein-/ Zweifamilienhäuser installierten Anlagen sind immer häufiger Kombinationen aus PV + BAT mit/ohne EV Charger, mit/ohne Wärmepumpe (HPS), mit/ohne Heizstab (EH), mit/ohne erweiterte Smart Home Anbindungen.

Einzel-Komponenten vertikal-fokussierter Hersteller ergänzen fallweise die ganzheitlich integrierten, Plattform-basierten HEM Lösungsportfolios der Systemanbieter oder werden in heterogene „Multi-Brand" Systemlösungen eingebunden.

Mit zunehmender Komponentenvielfalt bedarf es einer HEM-System (HEMS) Optimierung. Die HEM-System (HEMS) Software bildet den Kern der komplexen, Sektoren-koppelnden und z.T. auch Fremdmarken-integrierenden Angebotskonzepte.

Hardware ist in Teilen bereits Commodity! Das gilt nicht nur für PV Module, sondern auch für Wechselrichter, Batterien, Wallboxen etc..

Der Bedarf an Sektoren-koppelnden Lösungen treibt die Marktakteure zudem in Kooperationen für Hardware, Software, Value Added Energy Services sowie sonstige Mehrwertdienste wie Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Installationsservices etc..

Abbildung: Home Energy Management (HEM) Ecosystem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HEM-System (HEMS) Software - Chance zur Differenzierung - Nicht Commodity!

Die Verankerung der HEMS Software beim Kunden hat strategische Bedeutung.

Die System-Software liefert mit dem Energiemanagement u.a. auch die digitale Schnittstelle zum Kunden und übernimmt dort die Rolle eines personalisierten „HOME ENERGY MANAGER‘s“:

  • Geräte-, Verbrauchs-, Erzeugungsdaten, Prognosen, Optimierungen etc. werden hier visualisiert und simuliert;

  • Präferenzen für zu priorisierende Energy Assets, Flexibilitäten, Automationen, Nutzungszeiten hinterlegt;

  • Energy Savings und Flexibility Services sowie netzorientierte §14a Steuerungen gemanaged;

  • Statische oder dynamische Tarife und sonstige Mehrwertdienste von Drittanbietern hinzugebucht und

  • zukünftig sogar PV-Strom Peer-to-Peer über die eigene Netzebene hinaus zur Verfügung gestellt bzw. bezogen.

 

HEM-System (HEMS) Software ist Chance zur Profilierung, aber nicht nur gegenüber Endkunden, sondern auch bei Installationspartnern.

So liegt zum Beispiel ein wesentlicher Vorteil herstellerzentrierter HEMS-Konzepte gegenüber ihren herstellerunabhängigen Pendants in der tiefen Integration von Systemen und Geräten. Dies gewährleistet nicht nur ein stabiles Energiemanagement für Kunden, sondern unterstützt auch einen reibungslosen, schnittstellenfreien Installationsprozess für Installationspartner.

 

Highlander Prinzip: "HOME ENERGY MANAGER" - Es kann nur einen geben!

Für den Kunden kann es nur einen „HOME ENERGY MANAGER“ geben; es herrscht das Highlander-Prinzip.

Wollen Nutzer das installierte System erweitern (z.B. um EV Charger, HPS), Geräte-spezifische FlexOptionen Dritter in Anspruch nehmen oder gar zu HEMS-Lösungen von Wettbewerbern wechseln, stehen dem systemtechnische, HW- und SW-seitige Limitierungen sowie ggf. vertragliche Barrieren entgegen.

Auch die parallele Verwendung mehrerer, in Teilen auch nur partieller HEMS-Lösungen birgt das Risiko gegeneinander wirkender Algorithmen bzw. Steuerungsmechanismen zu Lasten der Gesamtsystemoptimierung.

Marktakteure, die sich erst einmal als „HOME ENERGY MANAGER“ im Zuhause des Kunden verankert haben, sind nur schwer zu verdrängen. Den Anbietern eröffnet sich das Potenzial langjähriger Kundenbeziehungen.

Es locken Zusatzumsätze für Hardware, Software, Energy Services und weitere Mehrwertdienste.

 

Anbieter aus 10 Energie-relevanten Industrien vermarkten HEMS-Konzepte (HW/SW, VAS)

Von den involvierten 15 HEM-relevanten Industrien lassen sich 10 Sub Energy Branchen auflisten, deren Marktakteure:

  • Geräte-/Plattform-integrierte (HW-embedded) und/oder

  • HW-Gateway-basierte und/oder

  • Cloud-basierte und/oder

  • partielle sog. Accessory-integrierte HEMS Angebotskonzepte

über verschiedene Vertriebskanäle vermarkten – B2C, B2B und/oder B2B2C.

Zu den Anbietern zählen Unternehmen aus den Sektoren PV Module, Inverter, Batterien, HVAC, Energieversorger, Installationsbetriebe, Großhandel, Smart & Sub Metering resp. Monitoring Services Provider, IoT-for-HEMS und IoT-for-SmartHome Platform & Software-as-a-Service (PaaS & SaaS) Provider sowie Smart Home (Plattform) Anbieter. Fallweise könnte man die Liste auch um Value Added Energy Services Provider ergänzen.

Der Markt für B2C, B2B und B2B2C HEMS-Lösungen ist mit Blick auf die letzten 10 Jahre noch relativ jung, die Anforderungen / Herausforderungen in Bezug auf Algorithmen-Design und Sektoren-koppelnde, Hersteller-übergreifende Interoperabilität sind immens.

Neben etablierten HEMS Anbietern aus den Herstellerkategorien haben sich vielversprechende „HEMS Challenger“ positioniert, aber eben auch eine Vielzahl „HEMS Wannabies“.

Steigende Wettbewerbsintensität, dynamische Tarife und §14a rücken HEMS in den Fokus -
W
er ist am besten positioniert?

Eine systematische Bewertung der Vielzahl am Markt angebotenen HEMS HW/SW-Konzepte sollte aus vier Perspektiven erfolgen: aus Perspektive von Endkunden, Installationsunternehmen, Großhandel und B2B Partnern.

Je nach Blickwinkel und Analysezweck können K.O. Kriterien definiert, grundlegende Einordnungen vorgenommen und darauf aufbauende Selektionskriterien und Bewertungsraster aufgestellt werden. Zudem wird u.a. der Blick in den „Maschinenraum“ des Algorithmen-Designs der jeweiligen Lösungen erforderlich, um zweifelsfrei sicherzustellen, dass wettbewerbskritische Home-, Grid- und Markt-bezogene Use Cases tatsächlich im Dreiklang optimiert und in der erforderlichen Qualität bereitgestellt werden.

Eine solche tiefergehende Analyse ist insbesondere dann unerlässlich, wenn sich Unternehmen auf Basis der HEMS-Lösungen von
PaaS / SaaS Anbietern positionieren wollen oder aber M&A Überlegungen in Erwägung gezogen werden.

Nächste Schritte:

- Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

- Erfahren Sie hier mehr über unsere Expertise im Segment Home Energy Management (HEM) Systeme und Software.

Dr. Bernd Kotschi, KOTSCHI CONSULTING
Copyrights 2024

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